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PKV-Wechsel 2026: Kündigung bis 30. September für den Start am 1. Dezember.

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Beitragserhöhung allgemein

Beitragserhöhung bei der uniVersa

Was zur letzten Anpassung bekannt ist und welche Wege Sie innerhalb der Gesellschaft haben, bevor Sie über eine Kündigung nachdenken.

Beitragsanpassung 2026

Die uniVersa hat die Beiträge zum 1. Januar 2026 angepasst. Als Gründe nennt sie gestiegene Leistungsausgaben und in länger nicht angepassten Tarifen einen zu senkenden Rechnungszins. Betroffene Tarife, einen Durchschnittswert oder den Anteil betroffener Versicherter hat sie bis zum 17. September 2026 nicht veröffentlicht.

Quelle: uniVersa: Fragen und Antworten zur Beitragsanpassung (Gründe, Rechnungszins bei der Anpassung zum 01.01.2026, Mittel zur Begrenzung)

Maßgeblich für Sie ist allein Ihr eigenes Schreiben. Durchschnittswerte sagen wenig über den einzelnen Tarif.

Aus einer Nürnberger Arbeiterkasse

Am 5. März 1843 gründeten Nürnberger Tabakfabrikarbeiter einen Verein, der ihren Lohnausfall bei Krankheit auffangen sollte. Daraus ging die uniVersa Krankenversicherung a.G. hervor, die sich selbst als älteste private Krankenversicherung Deutschlands bezeichnet. Behandlungskosten versichert sie seit 1934. Zur Gruppe gehören außerdem die uniVersa Lebensversicherung a.G. und die uniVersa Allgemeine Versicherung AG, beide ebenfalls in Nürnberg.

Ende 2025 hatten 141.349 Menschen bei der uniVersa eine Vollversicherung, 3,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Von 832,5 Millionen Euro Beitragseinnahmen entfielen 625,0 Millionen auf die Vollversicherung. Das Wachstum trug laut Vorstand vor allem uni-Top|Privat, das es seit Oktober 2025 mit 300 oder 1.000 Euro Selbstbehalt gibt. Daneben führt die Gesellschaft die Bausteinlinie CLASSIC, die Linie ECONOMY mit höheren Selbstbehalten, den Einstiegstarif intro|Privat und auf CLASSIC aufbauende Tarife für Beihilfeberechtigte.

Die Anpassung 2026 im Bestand

Auf ihrer Seite mit Fragen und Antworten zur Beitragsanpassung bestätigt die uniVersa eine Anpassung zum 1. Januar 2026. Welche Tarife betroffen sind und wie stark die Beiträge im Schnitt stiegen, steht weder dort noch in den Pressemitteilungen oder im Geschäftsbericht.

Als ersten Grund nennt die Gesellschaft die Leistungsausgaben, die branchenweit ambulant, stationär und beim Zahnarzt stark gewachsen seien. Im eigenen Haus stieg der Bruttoaufwand für Versicherungsfälle 2025 um 9,7 Prozent auf 557,0 Millionen Euro. Dazu kommt der Rechnungszins. In länger nicht angepassten Tarifen lag er laut uniVersa über der tatsächlich erwirtschafteten Verzinsung und musste sinken. Die laufende Durchschnittsverzinsung der Gesellschaft lag 2025 bei 2,9 Prozent.

Um diese und mögliche spätere Anpassungen zu begrenzen, setzt die uniVersa zum 1. Januar 2026 nach eigener Angabe mehr als 91 Millionen Euro aus Zins- und Unternehmensüberschüssen ein. Soweit das Geld aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung stammt, muss ein Treuhänder zustimmen (§ 155 Abs. 2 VAG).

Nicht jeder höhere Beitrag im Januar geht auf die Anpassung zurück. Kinder, die im Dezember 2025 ihren 16. Geburtstag hatten, zahlen seit dem 1. Januar 2026 den Beitrag für Jugendliche oder Erwachsene, wer im Dezember 21 wurde, den Erwachsenenbeitrag. Wer 2025 seinen 21. Geburtstag hatte, zahlt außerdem erstmals den gesetzlichen Zuschlag von 10 Prozent (§ 149 VAG). Betroffene Verträge haben dazu einen eigenen Nachtrag zum Versicherungsschein bekommen.

Wechselwege innerhalb der uniVersa

Über ein Formular auf der Seite zur Beitragsanpassung fordern Sie Umstellungsvorschläge an, die uniVersa schickt Ihnen dann Alternativen. Telefonisch erreichen Sie das Team montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr unter 0911 5307-3699.

Das Gesetz erlaubt den Wechsel in andere Tarife des Versicherers mit gleichartigem Schutz, die Alterungsrückstellung wird angerechnet (§ 204 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 VVG). Das Tarifwechselrecht der uniVersa geht nach eigener Darstellung weiter. In den Linien Top|Privat, CLASSIC und ECONOMY zählt sie 252 Wechselwege, 242 davon ohne neue Gesundheitsprüfung. Für die übrigen reicht eine einzige Antragsfrage zu Krankheiten, Beschwerden und Untersuchungen der letzten drei Jahre, soweit die uniVersa sie nicht schon aus Erstattungsanträgen kennt, und zu bevorstehenden Behandlungen. Wer bisher keinen Risikozuschlag zahlt, bekommt beim Wechsel in vergleichbaren oder niedrigeren Schutz auch keinen. Wartezeiten gelten nur für Mehrleistungen, nicht aber für einen niedrigeren Selbstbehalt innerhalb derselben Linie. In CLASSIC lässt sich der ambulante Selbstbehalt jederzeit ändern, in ECONOMY jederzeit senken, beides ohne Gesundheitsprüfung. Aus intro|Privat führen garantierte Optionstermine in die übrigen Linien.

Ältere Verträge können noch in Bisex-Tarifen laufen, deren Beiträge nach Geschlecht kalkuliert sind. Für sie nennt die uniVersa 488 Wechselmöglichkeiten, 449 davon ohne neue Gesundheitsfragen. Aus einem Unisex-Tarif führt dagegen kein Weg in einen Bisex-Tarif, auch nicht zurück in den früheren (§ 204 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 VVG).

Das spielt auch bei der Entlastung im Alter eine Rolle. Der Baustein uni-BE|flex senkt den Beitrag ab 67, auf Wunsch ab 63, lässt sich ohne Gesundheitsprüfung einschließen und ist arbeitgeberzuschussfähig. Seine Bedingungen schließen aber Tarife mit geschlechtsabhängigen Beiträgen aus. Die uniVersa nennt daneben eine Variante BE|flex, fragen Sie also, welche zu Ihrem Tarif passt. Das Prinzip erklären wir bei den Beitragsentlastungstarifen.

Wer ein Kalenderjahr lang keine Leistungen bezieht und alle Beiträge zahlt, bekommt in vielen Tarifen eine Beitragsrückerstattung. Sie ist in der Regel erfolgsabhängig, über ihre Höhe entscheidet jedes Jahr die Mitgliedervertreterversammlung. Für 2025 sind es in uni-Top|Privat 2,5 Monatsbeiträge, in der Stufe 300 zusätzlich garantierte 600 Euro (für Kinder und Jugendliche 300 Euro). Die übrigen begünstigten Tarife staffeln nach leistungsfreien Jahren bis höchstens vier Monatsbeiträge, nur uni-BA|Kompakt zahlt sechs. Bei einem Wechsel im laufenden Jahr rechnet die uniVersa anteilig. Lassen Sie sich vorher sagen, wie der Zieltarif Ihre leistungsfreien Jahre zählt.

Was wir tun und was nicht

Wir rechnen durch, ob ein anderer Tarif bei der uniVersa mit gleichartigem Schutz günstiger ist, und begleiten den Wechsel nach § 204 VVG. Das ist Versicherungsvermittlung und gehört zu unserer Arbeit als Makler.

Ob eine Beitragsanpassung formell wirksam ist, ist dagegen eine Rechtsfrage. Die dürfen und wollen wir nicht beurteilen. Dafür sind Rechtsanwältinnen, Rechtsanwälte und die Verbraucherzentralen zuständig.

Für den Tarifwechsel vereinbaren wir mit Ihnen einen Maklerauftrag. Sie erhalten vorher unsere Erstinformation, und wir dokumentieren die Beratung (§ 61 VVG). Die allgemeinen Schritte nach einem Erhöhungsschreiben stehen auf unserer Seite zur Beitragserhöhung.

Diese Seite ist keine Veröffentlichung der Gesellschaft. Als Makler arbeiten wir mit vielen Gesellschaften zusammen und werden bei einem Vertragsschluss von der jeweiligen Gesellschaft vergütet. Jede Angabe ist mit Quelle belegt.

Beitrag bei der uniVersa zu hoch?

Schicken Sie uns Ihr Schreiben und Ihren Versicherungsschein. Wir prüfen, welcher Tarif Ihrer Gesellschaft mit gleichartigem Schutz günstiger ist, auch wenn der Vertrag bisher nicht über uns läuft. Für Sie entstehen dabei keine Kosten.

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