Zum Inhalt springen

PKV-Wechsel 2026: Kündigung bis 30. September für den Start am 1. Dezember.

Zur Meldung
Beitragserhöhung allgemein

Beitragserhöhung bei der Continentale

Was zur letzten Anpassung bekannt ist und welche Wege Sie innerhalb der Gesellschaft haben, bevor Sie über eine Kündigung nachdenken.

Beitragsanpassung 2026

Einen Durchschnittswert oder den Anteil betroffener Versicherter hat die Continentale für 2026 nicht veröffentlicht. Laut Geschäftsbericht 2025 hat sie die Beiträge zum 1. Januar 2026 angepasst und zur Begrenzung dieser Anpassungen bereits 162,9 Millionen Euro aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung eingesetzt.

Quelle: Continentale Krankenversicherung a.G.: Geschäftsbericht 2025, S. 11 (Mittel zur Begrenzung der Beitragsanpassungen zum 1. Januar 2026)

Maßgeblich für Sie ist allein Ihr eigenes Schreiben. Durchschnittswerte sagen wenig über den einzelnen Tarif.

Ein Verein, der seinen Versicherten gehört

Die Continentale Krankenversicherung a.G. wurde am 22. Januar 1926 in Dortmund gegründet. Heute ist sie die Obergesellschaft des Continentale Versicherungsverbunds, zu dem auch die Marken EUROPA und Mannheimer gehören. Als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit gehört sie ihren Versicherungsnehmerinnen und Versicherungsnehmern. Ihr Kerngeschäft ist nach eigener Angabe die Vollversicherung. Verkauft wird nur über den beratenden Außendienst, also über Vertriebspartner der eigenen Ausschließlichkeitsorganisation und über freie Vertriebe.

Ende 2025 waren 362.935 Menschen bei ihr vollversichert, 6.960 weniger als ein Jahr zuvor. Die gebuchten Beiträge stiegen um 9,2 Prozent auf 2.089,2 Millionen Euro.

Für Angestellte und Selbstständige gibt es die Tarife ECONOMY, COMFORT und PREMIUM, für Beamtinnen und Beamte die Restkostenversicherung COMFORTBeihilfe. Seit 2007 führt die Continentale Tarife, deren Selbstbeteiligung je medizinischer Leistung anfällt.

Die Anpassung 2026 im Verein

Einen Durchschnittswert für 2026 oder den Anteil betroffener Versicherter nennt die Continentale weder auf ihrer Website noch in ihren Pressemitteilungen. Im Geschäftsbericht 2025 erwartet sie für dieses Jahr einen deutlichen Beitragszuwachs, unter anderem wegen kräftiger Anpassungen in der Kranken- und der Pflegepflichtversicherung.

Für 2025 hatte sie wegen Beitragsanpassungen in der Krankenversicherung mit einem erheblichen Zuwachs gerechnet, und so kam es. Die Beiträge in der Krankenversicherung stiegen um 10,7 Prozent auf 1.799,4 Millionen Euro.

Einen Teil der Erhöhungen fängt der Verein mit Mitteln aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung ab. 2025 waren das 153,7 Millionen Euro, nach 122,9 Millionen Euro im Vorjahr. Für die Anpassungen zum 1. Januar 2026 hat er bereits 162,9 Millionen Euro verwendet. Ein Treuhänder muss dieser Verwendung zustimmen und dabei der Zumutbarkeit der Steigerungen für ältere Versicherte ausreichend Rechnung tragen (§ 155 Abs. 2 VAG).

Die Aufwendungen für Versicherungsfälle wuchsen 2025 um 7,4 Prozent auf 1.734,1 Millionen Euro. Als Gründe nennt die Gesellschaft die Alterung und Fluktuation im Bestand sowie Nachfrage und Kosten medizinischer Leistungen.

Tarifwechsel bei der Continentale

Eine Seite, ein Formular oder einen Rechner speziell zum Tarifwechsel haben wir auf continentale.de nicht gefunden. Für Fragen zum Vertrag nennt die Gesellschaft den persönlichen Ansprechpartner, ein Online-Formular und zwölf Kundendienst-Center. Vor einer Kündigung rät die Continentale, zu prüfen, ob sich der Vertrag anpassen und der Beitrag so senken lässt.

Den Tarifwechsel-Leitlinien des PKV-Verbands ist sie laut Teilnehmerliste vom Januar 2025 nicht beigetreten. Die dort zugesagte Antwort binnen 15 Arbeitstagen ist für sie also keine Selbstverpflichtung. In der substitutiven Krankenversicherung ist bei jeder Erhöhung ein Hinweis auf den Tarifwechsel samt Gesetzestext vorgeschrieben. Sind Sie 60 oder älter, muss das Schreiben außerdem gleichartige Tarife nennen, in denen Sie weniger zahlen würden, höchstens zehn und jeweils mit dem Beitrag (§ 6 Abs. 2 VVG-InfoV).

Beim Wechsel wird Ihre Alterungsrückstellung angerechnet. Für Mehrleistungen im neuen Tarif darf der Versicherer einen Leistungsausschluss oder einen Risikozuschlag mit Wartezeit verlangen. Zuschlag und Wartezeit können Sie mit einem Ausschluss abwenden (§ 204 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 VVG). Mit dem Optionstarif OPTION-P, abschließbar bis 50 und mit Gesundheitsfragen, entfallen laut Continentale Gesundheitsprüfung und Wartezeit, wenn Sie die Vollversicherung wechseln oder aufstocken. Für die Vollversicherung gilt dieses Recht zweimal, nutzbar alle vier vollen Kalenderjahre, an einem frei gewählten Termin oder bei Anlässen wie einer Heirat. Ob sich das nach einem Wechsel in geringere Leistungen für den Weg zurück nutzen lässt, regeln die Tarifbedingungen, die die Continentale als maßgebend nennt.

Die Selbstbeteiligung fällt je Leistung an, bei Generika und Sehhilfen entfällt sie. Im ECONOMY sind es 10 Euro, im COMFORT 20 Euro, für Hilfsmittel in beiden Tarifen 50 Euro. Im PREMIUM zahlen Sie je Leistung 20 Euro, auch je Hilfsmittel, zusammen höchstens 500 Euro im Kalenderjahr, und stationäre Leistungen bleiben dort ohne Selbstbeteiligung. Bevor Sie in einen Tarif mit höherem Selbstbehalt wechseln, zählen Sie also Ihre Arztbesuche und Rezepte eines Jahres. Alle drei Tarife zahlen bei Leistungsfreiheit bis zu sechs Monatsbeiträge zurück, zwei davon garantiert. Die übrigen vier hängen vom Erfolg ab und werden jährlich von der Mitgliedervertreterversammlung überprüft. Fragen Sie vor dem Wechsel, was aus dem Anspruch für das laufende Jahr wird.

Die Continentale bietet Unisex-Tarife an. Wer in einem solchen Tarif ist, kann nicht mehr in einen nach Geschlecht kalkulierten wechseln (§ 204 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 VVG).

Ein eigener Entlastungsbaustein ist die Beitragsentlastungskomponente BB. Sie lässt sich zu fast jeder Krankheitskostenversicherung mit Alterungsrückstellung vereinbaren, auch zu einer Anwartschaft. Gegen laufenden Beitrag geht das mit 21 bis 64 Jahren. Möglich sind auch bis zu vier Sonderzahlungen im Jahr von je mindestens 100 Euro, auch aus der Beitragsrückerstattung. Ab dem Jahr, in dem Sie 65 werden, sinkt der Beitrag um den vereinbarten Betrag, auf Antrag zu einem Jahresbeginn zwischen 60 und 70. Bei Angestellten bezuschusst der Arbeitgeber nur den laufenden Beitrag, Sonderzahlungen werden grundsätzlich nicht zurückgezahlt. Mehr dazu bei den Beitragsentlastungstarifen.

Beamtinnen und Beamte können ihren Schutz in COMFORTBeihilfe laut Continentale anpassen, wenn sich ihre Beihilfe ändert.

Was wir tun und was nicht

Wir rechnen durch, ob ein anderer Tarif bei der Continentale mit gleichartigem Schutz günstiger ist, und begleiten den Wechsel nach § 204 VVG. Das ist Versicherungsvermittlung und gehört zu unserer Arbeit als Makler.

Ob eine Beitragsanpassung formell wirksam ist, ist dagegen eine Rechtsfrage. Die dürfen und wollen wir nicht beurteilen. Dafür sind Rechtsanwältinnen, Rechtsanwälte und die Verbraucherzentralen zuständig.

Für den Tarifwechsel vereinbaren wir mit Ihnen einen Maklerauftrag. Sie erhalten vorher unsere Erstinformation, und wir dokumentieren die Beratung (§ 61 VVG). Die allgemeinen Schritte nach einem Erhöhungsschreiben stehen auf unserer Seite zur Beitragserhöhung.

Diese Seite ist keine Veröffentlichung der Gesellschaft. Als Makler arbeiten wir mit vielen Gesellschaften zusammen und werden bei einem Vertragsschluss von der jeweiligen Gesellschaft vergütet. Jede Angabe ist mit Quelle belegt.

Beitrag bei der Continentale zu hoch?

Schicken Sie uns Ihr Schreiben und Ihren Versicherungsschein. Wir prüfen, welcher Tarif Ihrer Gesellschaft mit gleichartigem Schutz günstiger ist, auch wenn der Vertrag bisher nicht über uns läuft. Für Sie entstehen dabei keine Kosten.

Nachricht schreiben

PKV-Vergleich kostenlos und unverbindlich

Vergleich starten