Beitragsanpassung 2026
Ob und in welchen Tarifen die LKH die Beiträge 2026 angepasst hat, hat sie bis zum 17. September 2026 nicht veröffentlicht, auch keinen Durchschnittswert. Laut Geschäftsbericht 2025 fiel die Beitragsanpassung 2025 geringer aus als die des Vorjahres.
Maßgeblich für Sie ist allein Ihr eigenes Schreiben. Durchschnittswerte sagen wenig über den einzelnen Tarif.
Gesellschaft und Bestand
Nach eigener Angabe bietet die Landeskrankenhilfe seit 1926 nur private Krankenversicherungen an, einem Konzern gehört der Verein nicht an. Ende 2025 waren 155.299 Menschen bei der LKH vollversichert, zwei Jahre zuvor noch 162.939. Weil das Zusatzgeschäft wuchs, stieg die Zahl aller Versicherten trotzdem auf 334.599. Von den gebuchten Beiträgen über 961,7 Millionen Euro entfielen 77 Prozent auf die Krankheitskostenversicherung. Angestellten bietet die LKH die Linie GesundheitsUpgrade an, mit dem Ende 2024 eingeführten Premium-Tarif GUP und dem Komfort-Tarif GUK, den sie im September 2025 vorgestellt hat. Für Beamte und Anwärter mit Beihilfe gibt es seit dem 1. Juli 2026 die Linie BeihilfeUpgrade.
Die Anpassungen der letzten Jahre
Im Newsroom der LKH steht zu 2026 nichts über betroffene Tarife oder die Höhe einer Anpassung. Mehr sagen die Geschäftsberichte. Für 2024 nennt die LKH eine umfangreiche Beitragsanpassung als Hauptgrund dafür, dass die gebuchten Beiträge von 915,3 auf 957,3 Millionen Euro stiegen. 2025 fiel die Anpassung geringer aus als im Vorjahr.
Die Leistungen zogen dagegen an. Für Versicherungsfälle wendete die LKH 2025 insgesamt 832,6 Millionen Euro auf, nach 779,1 Millionen im Vorjahr, und die Schadenquote stieg von 81,5 auf 87,0 Prozent. Als Kostentreiber im Gesundheitswesen nennt der Vorstandsvorsitzende vor allem die Krankenhäuser, daneben die Pflege. Für 2026 erwartet die LKH leicht höhere Beitragseinnahmen und leicht steigende Leistungen.
Überschüsse verwendet der Verein nach eigener Darstellung auch dafür, Beitragsanpassungen zu mildern, besonders für ältere Versicherte. Die Rückstellung für Beitragsrückerstattung sank 2025 von 565,2 auf 520,5 Millionen Euro. Der Verwendung dieser Mittel muss ein Treuhänder zustimmen (§ 155 Abs. 2 Satz 1 VAG). Für 2025 entnahm die LKH ihren Gewinnrücklagen 26,6 Millionen Euro und erhöhte damit die Zuführung zu dieser Rückstellung. Ziel ist laut Geschäftsbericht, die Versicherten von den Investitionskosten des Zukunftsprogramms zu entlasten.
Wer bis Ende 2024 an der Rückerstattung für kostenbewusstes Verhalten teilnahm, zahlt seit 2025 mehr, weil der zugehörige Beitragsabzug von 5 Prozent entfallen ist. Diesen Mehrbeitrag wertet die LKH nicht als Beitragsanpassung nach § 8b ihrer Versicherungsbedingungen.
Zwei Tarifwelten bei der LKH
Verträge von vor 2013 laufen laut LKH in Bisex-Tarifen wie 100 oder, für Beamte, 150 bis 180, spätere in Unisex-Tarifen wie A100 oder A10 bis A50. Ihren Tarif finden Sie im Versicherungsschein. Aus Bisex können Sie in Unisex wechseln, zurück geht es nicht (§ 204 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 VVG).
Dabei ändert sich die erfolgsabhängige Rückerstattung LKH-BENEFIT. Beschlossen hat die LKH sie bis zum Versicherungsjahr 2026: In Bisex-Tarifen gibt es nach drei leistungsfreien Jahren bis zu fünfeinhalb Monatsbeiträge zurück, in den meisten Unisex-Tarifen bis zu vier. Stationäre Behandlungen zählen in den Bisex-Tarifen bei der Leistungsfreiheit nicht mit. In GUP und GUK kommt bei Leistungsfreiheit ein tariflich garantierter Gesundheitsbonus von bis zu 750 beziehungsweise 300 Euro hinzu.
Ihre Alterungsrückstellung wird beim Wechsel angerechnet. Sind die Leistungen im Zieltarif höher oder umfassender als in Ihrem bisherigen, darf die LKH für die Mehrleistung einen Leistungsausschluss verlangen oder einen angemessenen Risikozuschlag und insoweit eine Wartezeit. Zuschlag und Wartezeit wenden Sie ab, indem Sie für die Mehrleistung einen Ausschluss vereinbaren (§ 204 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 VVG). Aus dem GUK führt laut LKH ein Optionsrecht zu bestimmten Zeitpunkten ohne neue Gesundheitsprüfung in den GUP. Für BeihilfeUpgrade nennt sie Optionen, den Schutz innerhalb der Linie ohne neue Gesundheitsprüfung und ohne Wartezeiten zu erweitern.
Wechsel beantragen und für das Alter vorsorgen
Eine eigene Seite, ein Formular oder einen Rechner für den Tarifwechsel haben wir auf lkh.de nicht gefunden. Für Vertragsfragen verweist die LKH auf ihr Service Center, erreichbar per Telefon, E-Mail oder Kontaktformular. Die Seite für Beamte hat eine eigene Auswahl für privat Versicherte, die ihren Tarif wechseln wollen, und verweist bei Wechseloptionen auf die Mitgliederberatung.
Auf der Teilnehmerliste der Tarifwechsel-Leitlinien des PKV-Verbands (Stand Januar 2025) steht die LKH nicht. Die dort zugesagte Antwort auf Wechselanfragen binnen 15 Arbeitstagen ist für sie also nicht verbindlich. Gesetzlich muss sie in der substitutiven Krankenversicherung jeder Beitragserhöhung einen Hinweis auf den Tarifwechsel nach § 204 VVG samt Gesetzestext beifügen. Ist die versicherte Person 60 oder älter, muss das Schreiben zusätzlich höchstens zehn gleichartige Tarife nennen, in denen der Beitrag sinken würde, jeweils mit dem dortigen Beitrag (§ 6 Abs. 2 VVG-InfoV).
Für den Beitrag im Alter gibt es den Tarif BEA. Beantragen können Sie ihn zu einer Vollversicherung oder einer beihilfekonformen Restkostenversicherung der LKH, ab 21 und spätestens 36 Monate vor Entlastungsbeginn, laut LKH ohne Gesundheitsprüfung. Die Entlastung beginnt regulär in dem Jahr, in dem Sie 67 werden. Verlegen lässt sie sich auf das Jahr, in dem Sie 63, 65 oder 72 werden. Mit Beginn der Entlastung sinkt der BEA-Beitrag selbst auf die Hälfte des zu diesem Zeitpunkt geltenden Beitrags. Wie solche Bausteine wirken, erklären wir bei den Beitragsentlastungstarifen.
Was wir tun und was nicht
Wir rechnen durch, ob ein anderer Tarif bei der LKH mit gleichartigem Schutz günstiger ist, und begleiten den Wechsel nach § 204 VVG. Das ist Versicherungsvermittlung und gehört zu unserer Arbeit als Makler.
Ob eine Beitragsanpassung formell wirksam ist, ist dagegen eine Rechtsfrage. Die dürfen und wollen wir nicht beurteilen. Dafür sind Rechtsanwältinnen, Rechtsanwälte und die Verbraucherzentralen zuständig.
Für den Tarifwechsel vereinbaren wir mit Ihnen einen Maklerauftrag. Sie erhalten vorher unsere Erstinformation, und wir dokumentieren die Beratung (§ 61 VVG). Die allgemeinen Schritte nach einem Erhöhungsschreiben stehen auf unserer Seite zur Beitragserhöhung.
Diese Seite ist keine Veröffentlichung der Gesellschaft. Als Makler arbeiten wir mit vielen Gesellschaften zusammen und werden bei einem Vertragsschluss von der jeweiligen Gesellschaft vergütet. Jede Angabe ist mit Quelle belegt.