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Grenze 2027: 84.150 € für den Wechsel, 80.550 € für Privatversicherte.

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Private Krankenversicherung · Kosten

Was kostet eine private Krankenversicherung?

Entscheidend ist, was Sie selbst zahlen. Wir zeigen, wie aus dem PKV-Gesamtbeitrag Ihr Eigenanteil wird – mit Arbeitgeberzuschuss, Pflegeversicherung und einer Rücklage für den Selbstbehalt.

Von Andreas Galli · Stand: · Rechenwerte 2026

PKV-Kosten pro Monat: Was gehört dazu?

Der Preis einer privaten Krankenversicherung hängt unter anderem von Ihrem Eintrittsalter, Ihrem Gesundheitszustand und den gewählten Leistungen ab. Einen Beitrag, der für alle passt, gibt es deshalb nicht. Für Ihre Planung zählen der Krankenversicherungsbeitrag, die Pflegepflichtversicherung und gegebenenfalls Krankentagegeld sowie ein Beitragsentlastungstarif.

Angestellte erhalten einen Arbeitgeberzuschuss, Selbstständige finanzieren ihren Beitrag grundsätzlich selbst. Beamte benötigen bei individueller Beihilfe meist einen passenden Restkostentarif. Ein niedriger Einstiegspreis sagt wenig darüber aus, welche Leistungen versichert sind und welche Ausgaben Sie zusätzlich tragen.

Gesamtbeitrag und Eigenanteil

Was zahlen Sie als Angestellter selbst?

Bei einem angenommenen Beitrag von 620 Euro für die zuschussfähige Krankenversicherung und 60 Euro für die Pflegepflichtversicherung beträgt der Gesamtbeitrag 680 Euro. Im Beispiel liegen beide Zuschüsse unter den jeweiligen Höchstgrenzen. Der Arbeitgeber übernimmt 340 Euro, Sie tragen ebenfalls 340 Euro.

Bei einem vereinbarten jährlichen Selbstbehalt von 300 Euro können Sie zusätzlich 25 Euro pro Monat zurücklegen. Damit planen Sie ein Budget von 365 Euro monatlich. Die Rücklage ist kein Versicherungsbeitrag; der Selbstbehalt fällt nur entsprechend den Tarifbedingungen und den tatsächlich anfallenden Kosten an.

Ihren Eigenanteil berechnen

Fiktives Rechenbeispiel für 2026

Krankenversicherung, zuschussfähig
620,00 €
Pflegepflichtversicherung
60,00 €
Gesamtbeitrag pro Monat
680,00 €
Abzüglich Arbeitgeberzuschuss
−340,00 €
Ihr monatlicher Eigenanteil
340,00 €
Optionale Rücklage für 300 € Selbstbehalt pro Jahr
25,00 €
Monatliches Planungsbudget
365,00 €

Kein Tarifangebot oder Marktmittelwert. Die 620 Euro stehen für den gesamten zuschussfähigen KV-Beitrag einschließlich der für dieses Beispiel vorgesehenen Bausteine. Steuerwirkungen und Beitragsrückerstattungen sind nicht eingerechnet. Nicht versicherte Leistungen können zusätzliche Ausgaben verursachen.

PKV-Kosten nach beruflicher Situation

Angestellte: Arbeitgeberzuschuss und Eigenanteil

Der Arbeitgeber übernimmt grundsätzlich die Hälfte der zuschussfähigen Beiträge, jeweils bis zum gesetzlichen Höchstbetrag. 2026 sind das monatlich maximal 508,59 € für die Krankenversicherung und 104,63 € für die Pflegepflichtversicherung. In Sachsen beträgt der Höchstzuschuss zur Pflege 75,56 €. Ein ungenutzter Pflegezuschuss kann nicht auf die Krankenversicherung übertragen werden.

Der Selbstbehalt gehört nicht zum gesetzlichen Arbeitgeberzuschuss. Auch Krankentagegeld sollte in die Planung: Nach Ende der Entgeltfortzahlung müssen Sie Ihren Lebensunterhalt und die weiterlaufenden Beiträge absichern. Für Sonderfälle wie eine Befreiung von der Versicherungspflicht bei Teilzeit kann das Einkommen den Zuschuss zusätzlich begrenzen.

PKV für Angestellte: Voraussetzungen und Leistungen · Krankentagegeld-Bedarf berechnen

Arbeitgeberzuschuss 2027: vorläufiger Ausblick

Stand 13. Oktober 2026: Noch keine endgültigen Höchstbeträge. Wir rechnen mit der vorgesehenen Beitragsbemessungsgrenze von 6.375,00 € im Monat und unveränderten Beitragssätzen: 14,6 % Krankenversicherung plus 2,9 % durchschnittlichem Zusatzbeitrag sowie 3,6 % Pflegeversicherung.

Monatliche Höchstzuschüsse: 2027 unter den genannten Annahmen
Zuschuss pro Monat20262027
vorläufig
Krankenversicherung508,59 €557,81 €
Pflegeversicherung (außer Sachsen)104,63 €114,75 €
Pflegeversicherung in Sachsen75,56 €82,88 €
Gesamt außerhalb Sachsens613,22 €672,56 €
Gesamt in Sachsen584,15 €640,69 €

Die Beitragsbemessungsgrenze benötigt noch die abschließende Zustimmung des Bundesrats. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag für 2027 ist in dieser Rechnung noch nicht festgesetzt, sondern mit dem Wert von 2026 angenommen. Änderungen daran oder am Pflegebeitrag verändern die Ergebnisse.

Es bleibt bei höchstens der Hälfte Ihres jeweiligen zuschussfähigen Beitrags. Ein höherer Höchstzuschuss bedeutet deshalb nicht automatisch einen höheren Zuschuss: Im Beispiel mit 620 Euro KV und 60 Euro Pflege bleiben es auch hier 340 Euro Arbeitgeberzuschuss und 340 Euro Eigenanteil.

Bundesregierung: vorgesehene Rechengrößen 2027 · § 242a SGB V: Festlegung des durchschnittlichen Zusatzbeitrags

Selbstständige: Den vollständigen Beitrag einplanen

Als Selbstständiger tragen Sie Kranken- und Pflegeversicherung grundsätzlich selbst. Ein PKV-Beitrag wird nicht automatisch niedriger, wenn Ihr Gewinn sinkt. Prüfen Sie deshalb, ob er auch in einem schwächeren Geschäftsjahr tragbar bleibt. Legen Sie die Höhe des Krankentagegelds und seinen Leistungsbeginn passend zu Ihrer finanziellen Reserve fest.

Ein höherer Selbstbehalt kann den Monatsbeitrag senken, verlagert aber Ausgaben auf Sie. Vergleichen Sie deshalb die jährlichen Beiträge zusammen mit dem möglichen Selbstbehalt und den gewünschten Leistungen.

PKV für Selbstständige im Detail

Beamte: Beihilfe und Restkostentarif

Bei individueller Beihilfe übernimmt der Dienstherr einen festgelegten Anteil der beihilfefähigen Behandlungskosten. Die verbleibenden Kosten sichern Sie mit einem passenden Restkostentarif ab. Die Beihilfe halbiert also nicht einfach den Versicherungsbeitrag wie ein Arbeitgeberzuschuss.

Der passende Schutz richtet sich nach Dienstherr, Beihilfesatz und Ihrer familiären Situation. Pflegepflichtversicherung und mögliche Lücken zwischen Beihilfe und Tarifleistungen gehören in die Rechnung. Bei pauschaler Beihilfe gelten andere Regeln; sie muss gesondert betrachtet werden.

PKV und Beihilfe für Beamte

Welche Faktoren bestimmen Ihren Beitrag?

  • Eintrittsalter: Ein Neuabschluss mit 30, 40 oder 50 Jahren hat unterschiedliche Kalkulationsgrundlagen. Das ist nicht mit dem Älterwerden in einem bestehenden Vertrag gleichzusetzen.
  • Gesundheitszustand: Die Gesundheitsprüfung kann Einfluss auf die Annahme und mögliche Risikozuschläge haben.
  • Leistungen: Erstattungsumfang, Hilfsmittel, Psychotherapie, Zahnleistungen und stationäre Versorgung prägen den Tarif.
  • Selbstbehalt: Ein niedrigerer Beitrag kann mit höheren selbst getragenen Behandlungskosten verbunden sein.
  • Bausteine: Pflegepflichtversicherung, Krankentagegeld, gesetzlicher Zuschlag und ein optionaler Beitragsentlastungstarif müssen im Angebot erkennbar sein.
  • Absicherungssituation: Arbeitgeberzuschuss, Beihilfe und die Zahl der versicherten Familienmitglieder verändern Ihre eigene Belastung.

Für belastbare Preisbeispiele brauchen Sie deshalb immer ein konkretes Profil, einen Angebotsstand und denselben Leistungsumfang. Ein günstiger Beitrag allein zeigt nicht, ob ein Tarif zu Ihnen passt.

PKV oder GKV: Kosten auf gleicher Grundlage vergleichen

Vergleichen Sie bei Angestellten jeweils den eigenen Beitrag nach Arbeitgeberzuschuss. Berücksichtigen Sie auf beiden Seiten die Pflegeversicherung und die Absicherung bei längerer Krankheit. In der GKV beeinflussen unter anderem Einkommen, Zusatzbeitrag der Krankenkasse und Kinderstatus die Rechnung. In der PKV sind zusätzlich der vereinbarte Selbstbehalt und Beiträge für weitere Familienmitglieder relevant.

Eine mögliche beitragsfreie Familienversicherung in der GKV ist an Voraussetzungen gebunden. Wer nur seinen eigenen PKV-Beitrag mit dem GKV-Beitrag vergleicht, kann die tatsächliche Haushaltsbelastung unterschätzen. Eine pauschale Ersparnis für jeden Angestellten oder Selbstständigen lässt sich daraus nicht ableiten.

Ihren GKV-Beitrag berechnen · Familie, Ehepartner und Kinder einplanen

Selbstbehalt, Rückerstattung und Steuer getrennt betrachten

Rechnen Sie zuerst mit dem sicher zu zahlenden Beitrag. Eine Beitragsrückerstattung hängt von den Tarifbedingungen und gegebenenfalls vom Geschäftserfolg ab; sie sollte nicht pauschal als garantierte monatliche Ersparnis abgezogen werden. Auch die steuerliche Wirkung ist individuell und hängt unter anderem von den steuerlich berücksichtigungsfähigen Beitragsanteilen und Erstattungen ab.

Für einen Selbstbehalt vergleichen Sie die jährliche Beitragsersparnis nach Arbeitgeberzuschuss mit den selbst getragenen Rechnungen. Eine höhere Selbstbeteiligung ist nur sinnvoll, wenn Sie diese Ausgaben auch finanzieren können.

Selbstbehalt durchrechnen · Beitragsrückerstattung verstehen

Was verändert Ihre Kosten später?

Familie und Elternzeit: Zusätzliche Verträge und ein zeitweise entfallender Arbeitgeberzuschuss können das Budget verändern. Teilzeit und schwankendes Einkommen: Der PKV-Beitrag sinkt nicht automatisch mit. Ruhestand: Zuschüsse und benötigte Bausteine ändern sich. Alterungsrückstellungen helfen bei der Finanzierung, sind aber keine Garantie für einen unveränderten Beitrag.

PKV-Kosten im Alter · Beitragsentlastung planen

Häufige Fragen zu PKV-Kosten

Was kostet eine private Krankenversicherung im Monat?

Einen einheitlichen Preis gibt es nicht. Eintrittsalter, Gesundheitszustand, Leistungen und Selbstbehalt bestimmen das Angebot. Vergleichen Sie den vollständigen Beitrag einschließlich Pflegepflichtversicherung und gegebenenfalls Krankentagegeld. Bei Angestellten kommt es zusätzlich auf den Eigenanteil nach Arbeitgeberzuschuss an. Unser Rechenbeispiel zeigt die Aufteilung, ist aber kein Tarifangebot oder Marktmittelwert.

Wie viel übernimmt der Arbeitgeber von der PKV?

Grundsätzlich die Hälfte der zuschussfähigen Beiträge, getrennt gedeckelt für Kranken- und Pflegeversicherung. 2026 gelten maximal 508,59 € für die Krankenversicherung und 104,63 € für die Pflegepflichtversicherung, in Sachsen 75,56 € für die Pflege. Der Selbstbehalt gehört nicht zum gesetzlichen Zuschuss.

Ist die Pflegeversicherung im PKV-Beitrag enthalten?

Die private Pflegepflichtversicherung ist ein eigener Baustein. Prüfen Sie deshalb bei jedem Angebot, ob der genannte Gesamtpreis sie bereits umfasst. Dasselbe gilt für Krankentagegeld und einen optionalen Beitragsentlastungstarif. In unserer Beispielrechnung wird die Pflegepflichtversicherung separat ausgewiesen.

Was kostet die PKV für Kinder und Ehepartner?

In der privaten Krankenversicherung benötigt jede versicherte Person grundsätzlich einen eigenen beitragspflichtigen Vertrag. Eine beitragsfreie Familienversicherung wie in der GKV gibt es dort nicht. Kinder können in der privaten Pflegepflichtversicherung unter den gesetzlichen Voraussetzungen beitragsfrei mitversichert sein. Prüfen Sie deshalb die Kosten für den gesamten Haushalt und einen möglichen Arbeitgeberzuschuss für Angehörige.

Sinkt mein PKV-Beitrag, wenn ich weniger verdiene?

Der vereinbarte PKV-Beitrag sinkt nicht automatisch mit dem Einkommen. Bei Angestellten kann sich zugleich der Arbeitgeberzuschuss verändern oder entfallen. Planen Sie Elternzeit, Teilzeit und schwankende Einnahmen deshalb vor einem Wechsel mit ein.

Lohnt sich ein hoher Selbstbehalt?

Das hängt von der Beitragsersparnis und Ihren selbst getragenen Rechnungen ab. Bei Angestellten reduziert ein niedrigerer Beitrag häufig auch den Arbeitgeberzuschuss, während der Selbstbehalt grundsätzlich allein zu tragen ist. Vergleichen Sie die jährliche Ersparnis nach Zuschuss mit dem zusätzlichen Eigenrisiko.

Was kostet eine PKV mit 30, 40 oder 50 Jahren?

Das Eintrittsalter beeinflusst die Kalkulation eines neuen Vertrags. Ohne identischen Leistungsumfang, Gesundheitszustand und Selbstbehalt ist eine Preistabelle nach Alter aber kaum vergleichbar. Ein Neuabschluss mit 50 ist außerdem etwas anderes als ein seit Jahrzehnten bestehender Vertrag mit Alterungsrückstellungen. Wir vergleichen Angebote passend zu Ihrer konkreten Ausgangslage.

Quellen und Berechnungsgrundlage

Welche PKV-Kosten passen zu Ihrer Situation?

Wir vergleichen mit Ihnen Leistungen, Gesamtbeitrag und Ihren tatsächlichen Eigenanteil – einschließlich Familie, Selbstbeteiligung und langfristiger Finanzierbarkeit.

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