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Grenze 2027: 84.150 € für den Wechsel, 80.550 € für Privatversicherte.

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Beitragserhöhung allgemein

Beitrags­erhöhung bei der R+V 2027

Welche Angaben für 2027 vorliegen, für wen sie gelten und wann sich ein Wechsel zu einer anderen Gesellschaft prüfen lässt.

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Vorläufige Beihilfe-Spannen, AGIL meist stabil

Beitragsanpassung 2027: der aktuelle Stand

Stand:

Zum 1. Januar 2027 sind bei R+V Anpassungen in vielen Tarifen angekündigt. DVS nennt vorläufige Spannen für das Beihilfe-Neugeschäft: BB% plus 7,4 bis 8,9 %, BH% plus 7,3 bis 9,0 % und EB1 etwa 21,0 bis 21,5 % günstiger. Diese Orientierung ersetzt keine abschließende Beitragsberechnung. Die meisten AGIL-Tarife bleiben für Erwachsene stabil; persönliche Schreiben sind ab Mitte November angekündigt.

Geltungsbereich: Spannen nur als vorläufige Orientierung im Beihilfe-Neugeschäft. AGIL-Stabilität nach Tarif und Altersgruppe; keine persönliche Bestandsquote.

R+V: Beitragsstabilität bis 31. Dezember 2027 für Erwachsene
TarifreiheTarife
AGIL premiumTN0U, TN2U, TN3U
AGIL comfortMP1U, MP2U, MP3U
AGIL classic proCP1U, CP2U, CP3U

Die R+V ordnet die Anpassungen insgesamt unter dem Vorjahresniveau ein. Die endgültige Abstimmung mit dem Treuhänder war laut Meldung vom 22. September 2026 noch offen; die neu genannten Spannen werden hier weiterhin als vorläufig behandelt.

Für BB20E ist eine Erhöhung und für EB2 eine Senkung genannt, jeweils ohne Prozentspanne. Die stationären Wahlleistungen bleiben stabil. Ein sinkender Ergänzungsbaustein bedeutet keinen sinkenden Gesamtbeitrag. Die DVS-Spannen sind keine abschließend bestätigten Bestandswerte.

In der AGIL-Reihe bleiben die Beiträge für Erwachsene sowie Schüler und Studenten zum 1. Januar 2027 unverändert, ausgenommen CP0U, MP0U und TN1U. Bei Kindern ändern sich die Beiträge in allen AGIL-Tarifen außer TN0U. Die Selbstbehalte bleiben gleich. Aus der Garantieliste folgt laut R+V nicht, dass alle übrigen Tarife angepasst werden.

Im BeihilfeKonzept steigen die Grundtarife BB%, BB20E und BH%. Die Ergänzungstarife EB1 und EB2 sinken, die Wahlleistungstarife W1%, W120E, W2% und W220E bleiben stabil, ebenso die Entlastungstarife WBETU und BETU.

Zum Bestand schreibt die R+V: Bleibt ein Beitrag im Neuzugang gleich, gilt das grundsätzlich auch für bestehende Verträge. Erhöhungen im Bestand werden mit Mitteln aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung gemildert, können prozentual aber höher ausfallen als im Neugeschäft.

Öffentliche Quelle: R+V Maklerportal: MaklerTicker Beitragsanpassungen Gesundheit und Pflege 2027

Öffentliche Quelle: R+V Maklerportal: Beitragsstabilität in der privaten Krankenversicherung, Stand 08/2026 (PDF)

Öffentliche Quelle: R+V Maklerportal: Beitragsanpassung der R+V Krankenversicherung zum 01.01.2027 (PDF)

Öffentliche Quelle: DVS: R+V-Beiträge 2027, Meldung vom 07.10.2026

Tarifangaben für Neuabschlüsse können auch Bestandskunden bei der Einordnung helfen. Der persönliche Prozentsatz kann wegen anderer Ausgangsbeiträge und Alterungsrückstellungen abweichen. Ob eine Zusage Ihren gesamten Beitrag erfasst, erläutert unser Ratgeber zur Beitragsgarantie 2027.

Rückblick: Beitragsanpassung 2026

Diese Angaben betreffen 2026. Sie erlauben keine Vorhersage für 2027.

Auf einer Serviceseite informiert die R+V über eine Beitragsanpassung 2026 in der Vollversicherung und erklärt die Gründe allgemein. Termin, betroffene Tarife oder einen Durchschnittswert hat sie bis zum 17. September 2026 nicht veröffentlicht. Laut Geschäftsbericht 2025 flossen 2025 Mittel aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung überwiegend in die Begrenzung von Erhöhungen.

Quelle: R+V: Beitragsanpassung 2026, Informationen zur privaten Krankenvollversicherung (Gründe allgemein, ohne Tarife und Prozentsätze)

Maßgeblich für Sie ist allein Ihr eigenes Schreiben. Durchschnittswerte sagen wenig über den einzelnen Tarif.

Die folgenden Hintergrundinformationen zur Gesellschaft und zum Tarifwechsel haben den Prüfstand 17. September 2026. Jahreszahlen in Berichten und Anpassungsangaben beziehen sich jeweils auf das genannte Jahr.

Der Krankenversicherer der Genossenschaften

Die R+V Krankenversicherung AG wurde 1987 gegründet und sitzt in Wiesbaden. Sie gehört über eine Holding zur R+V Versicherung AG, die mehrheitlich der DZ BANK gehört. Verkauft werden die Tarife laut Geschäftsbericht überwiegend über den Außendienst anderer R+V-Gesellschaften.

Die meisten Versicherten haben dort eine Zusatzversicherung, Ende 2025 waren es 1,8 von rund 1,9 Millionen Personen mit laufendem Beitrag. Vollversichert waren rund 75.000 Menschen, 3,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Von 1.020,0 Millionen Euro gebuchten Beiträgen kamen 344,5 Millionen aus der Vollversicherung.

Was zur Anpassung 2026 veröffentlicht ist

Eine eigene Serviceseite der R+V bestätigt, dass die Beiträge in der Vollversicherung 2026 angepasst wurden. Die Gründe beschreibt sie dort allgemein, etwa steigende Kosten im Gesundheitswesen und die längere Lebenserwartung. Welche Tarife betroffen sind, ab wann und um wie viel, steht dort nicht. Eine Pressemitteilung dazu haben wir nicht gefunden.

Genauer wird der Geschäftsbericht 2025, allerdings zu den Anpassungen zum 1. Januar 2025. Dafür legte die R+V die PKV-Sterbetafel 2025 und eigene Beobachtungen der letzten Jahre zu Vertragskündigungen zugrunde. Den Rechnungszins hob sie in den angepassten Beobachtungseinheiten an. Nur wo die letzte Anpassung einige Jahre zurücklag, konnte er auch sinken. Der durchschnittliche Rechnungszins der Gesellschaft lag 2025 bei 1,888 Prozent. Aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung entnahm sie 2025 für Beiträge 79,5 Millionen Euro und setzte sie überwiegend ein, um Erhöhungen zu begrenzen. Weitere 18,2 Millionen Euro bekamen Vollversicherte, die 2024 keine Leistungen bezogen hatten.

Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle stiegen 2025 um 14,2 Prozent auf 561,8 Millionen Euro. Das Beitragsplus von 7,5 Prozent stammt laut R+V zu einem wesentlichen Teil aus Neugeschäft, Anpassungen wirkten zusätzlich. Im ersten Quartal 2026 wuchsen die Beiträge der Vollversicherung um mehr als 16 Prozent, im ersten Halbjahr die der Krankenversicherung insgesamt um 12,4 Prozent auf 588 Millionen Euro. Den Anteil der Anpassungen daran nennt die R+V nicht.

In den AGIL- und den Beihilfetarifen prüft die R+V die Beiträge schon bei mehr als 5 Prozent Abweichung der Leistungen von der Kalkulation. Das Gesetz nennt 10 Prozent und erlaubt einen niedrigeren Wert in den Bedingungen (§ 155 Abs. 3 VAG). Ein Treuhänder muss zustimmen, und der neue Beitrag gilt zu Beginn des zweiten Monats nach der Mitteilung (§ 155 Abs. 1 VAG, § 203 Abs. 5 VVG).

Tarifwechsel bei der R+V

Ein Online-Formular für den Tarifwechsel nach § 204 VVG haben wir auf ruv.de nicht gefunden. Für Fragen zu Tarifinhalten nennt die R+V die Nummer 0800 533-1121 und Ansprechpartner vor Ort. Als Teilnehmerin der Tarifwechsel-Leitlinien des PKV-Verbands soll sie Anfragen zum Tarifwechsel binnen 15 Arbeitstagen beantworten und Versicherte ab 55 bei einer Erhöhung auf günstigere Tarife hinweisen. Gesetzlich Pflicht ist dieser Hinweis erst ab 60 (§ 6 Abs. 2 VVG-InfoV).

AGIL hat eigene Wechseloptionen. Zum 1. Januar nach dem 5., 10. und 15. Versicherungsjahr können Sie ohne Gesundheitsprüfung bei gleichem Selbstbehalt von classic pro nach comfort oder von comfort nach premium wechseln, sofern der Antrag bis zum 15. Dezember eingeht und die versicherte Person das Alter 51 noch nicht erreicht hat (gerechnet als Kalenderjahr minus Geburtsjahr). Den Selbstbehalt von 0, 480, 960 oder 1.920 Euro dürfen Sie laut R+V jederzeit erhöhen, ohne Gesundheitsprüfung senken aber nur alle fünf Jahre und bis 50. Classic pro und comfort sind Primärarzttarife: Ohne Überweisung, etwa vom Haus-, Frauen- oder Augenarzt, erstattet die R+V Facharztrechnungen nur zu 75 Prozent.

Außerhalb dieser Optionen wird die Alterungsrückstellung ebenfalls angerechnet, für Mehrleistungen darf die R+V aber einen Risikozuschlag mit Wartezeit verlangen. Beides können Sie mit einem Leistungsausschluss abwenden (§ 204 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 VVG). Die AGIL-Tarife tragen die Endung U und sind geschlechtsunabhängig kalkuliert. In ihren Beitragsbeispielen nennt die R+V auch Bisex-Tarife im Bestand. Ein Wechsel aus einem Unisex-Tarif zurück in einen solchen Tarif ist nach derselben Vorschrift ausgeschlossen.

Die Beitragsentlastung der R+V (WBETU, BETU) können Sie mit 16 bis 60 Jahren abschließen. Ab dem 1. Juli des Jahres, in dem Sie 65 werden, sinkt der Monatsbeitrag um den vereinbarten Betrag, höchstens um 80 Prozent des Beitrags bei Abschluss. Den Beitrag für die Entlastung zahlen Sie auch danach weiter. Nach einer Erhöhung kann die R+V Versicherten bis 55 eine höhere Entlastung anbieten. Das Angebot gilt als angenommen, wenn Sie es nicht spätestens einen Monat nach Wirksamwerden schriftlich ablehnen.

Beamte können die Grundtarife BB und BH unter Voraussetzungen ohne Gesundheitsprüfung um Ergänzungs- und Wahlleistungstarife erweitern, etwa bei der ersten Ernennung zum Beamten auf Probe oder auf Zeit und nach dem 5., 10. und 15. Versicherungsjahr, jeweils bis zum Alter 50. Sinkt der Bemessungssatz der Beihilfe oder fällt sie weg, passt die R+V den Schutz im Rahmen der bestehenden Tarife ohne Gesundheitsprüfung und Wartezeit an, wenn Sie das binnen sechs Monaten beantragen (§ 199 Abs. 2 VVG).

Was wir tun und was nicht

Wir vergleichen Angebote anderer Gesellschaften und prüfen mit Ihnen, ob ein Anbieterwechsel zu Ihrer Situation passt. Alter, Gesundheitszustand, Leistungen und bisherige Vertragsdauer gehören in diese Prüfung. Interne Tarifwechsel nach § 204 VVG bieten wir nicht an; Ansprechpartner dafür ist Ihr bisheriger Versicherer.

Ob eine Beitragsanpassung formell wirksam ist, ist dagegen eine Rechtsfrage. Die dürfen und wollen wir nicht beurteilen. Dafür sind Rechtsanwältinnen, Rechtsanwälte und die Verbraucherzentralen zuständig.

Für den Anbieterwechsel vereinbaren wir mit Ihnen einen Maklerauftrag. Sie erhalten vorher unsere Erstinformation, und wir dokumentieren die Beratung (§ 61 VVG). Die allgemeinen Schritte nach einem Erhöhungsschreiben stehen auf unserer Seite zur Beitragserhöhung.

Diese Seite ist keine Veröffentlichung der Gesellschaft. Als Makler arbeiten wir mit vielen Gesellschaften zusammen und werden bei einem Vertragsschluss von der jeweiligen Gesellschaft vergütet. Die 2027-Informationen sind nach Stand und Geltungsbereich eingeordnet; öffentliche Nachweise sind verlinkt.

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